Wie Sie Peer-to-Peer-Fundraising in Ihrer Organisation verankern

Jesper Juul Jensen
CEO
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Sie haben sich entschieden, Peer-to-Peer-Fundraising als neuen Kanal in Ihrer Organisation aufzubauen. Doch wie stellen Sie sicher, dass das gesamte Team mitzieht? Einen neuen Fundraising-Ansatz zu etablieren, ist oft herausfordernd – und Peer-to-Peer-Fundraising bildet da keine Ausnahme.

Was macht Peer-to-Peer-Fundraising besonders?

Peer-to-Peer-Fundraising lässt sich als ein weiteres Werkzeug in Ihrem Fundraising verstehen – ähnlich wie E-Mail, Telefon oder Direktmailings. Gleichzeitig ist es sehr vielseitig und kann unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Genau das macht es nicht immer einfach, klar zuzuordnen, wo es in Ihrer Organisation hingehört. Ist es ein Instrument für Unternehmenspartnerschaften? Gehört es eher in den Bereich Events und Kooperationen? Oder dient es vor allem dazu, eine Community aus privaten Unterstützern aufzubauen?

Wie bei jedem neuen Ansatz hängt der Erfolg davon ab, wie gut er intern angenommen wird. Und diese Akzeptanz entsteht vor allem dann, wenn erste Ergebnisse sichtbar sind. Ein guter Start mit Peer-to-Peer-Fundraising schafft frühe Erfolge – und hilft dabei, den Ansatz langfristig zu verankern.

Schauen wir uns an, wie das gelingen kann.

7 Best Practices, um Peer-to-Peer-Fundraising zu etablieren

Basierend auf der Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen haben sich folgende Ansätze als besonders wirkungsvoll erwiesen:

  1. Klare Verantwortlichkeiten definieren
  2. Ein teamübergreifendes Projektteam aufbauen
  3. Klare Ziele und Kennzahlen festlegen
  4. Eine durchdachte Kommunikationsstrategie entwickeln
  5. Die passende Technologie auswählen
  6. Fortschritte regelmäßig messen und auswerten
  7. Erfolge sichtbar machen und intern teilen

1. Klare Verantwortliche benennen

Für jede organisatorische Veränderung ist es entscheidend, klare interne Verantwortliche zu haben. Auch wenn der Erfolg von Peer-to-Peer-Fundraising nicht allein von einzelnen Personen abhängt, spielen sie eine wichtige Rolle, um das Thema voranzutreiben.

Diese Verantwortlichen sollten:

  • teamübergreifende Zusammenarbeit koordinieren (siehe unten)
  • als zentrale Ansprechperson gegenüber der Geschäftsführung auftreten
  • Hindernisse aktiv angehen und lösen
  • dafür sorgen, dass der Ansatz in der gesamten Organisation verankert wird

Klare Zuständigkeiten schaffen Verantwortung und bündeln den Fokus auf den Erfolg dieses Fundraising-Kanals. Gerade bei unerwarteten Herausforderungen ist es wichtig, jemanden zu haben, der das Thema vorantreibt. Denn jede Organisation muss sich verändern, um neue Ansätze zu integrieren – und Veränderungen stoßen oft zunächst auf Widerstand.

2. Ein teamübergreifendes Projektteam aufbauen

Peer-to-Peer-Fundraising ist vielseitig einsetzbar und betrifft unterschiedliche Bereiche innerhalb Ihrer Organisation. Klassische Fundraising-Teams sind oft nach Zielgruppen organisiert. Peer-to-Peer-Fundraising hingegen überschneidet sich mit vielen dieser Bereiche – daher sind teamübergreifende Strukturen besonders wichtig.

Ein solches Team sollte:

  • Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen, etwa aus Marketing, Fundraising und IT, um eine abgestimmte Strategie zu entwickeln
  • klare Rollen und Verantwortlichkeiten definieren, zum Beispiel für Kommunikation oder die Auswertung von Kennzahlen

Wenn Peer-to-Peer-Fundraising von einem teamübergreifenden Team getragen wird, vermeiden Sie Abhängigkeiten von einzelnen Personen. Gleichzeitig stellen Sie sicher, dass Wissen im Unternehmen bleibt – auch wenn sich personelle Veränderungen ergeben.

Wir sehen immer wieder, dass Organisationen an Schwung verlieren, wenn Schlüsselpersonen ausscheiden und wichtiges Wissen verloren geht. Ein breiter aufgestelltes Team hilft, genau das zu vermeiden.

3. Klare Ziele und Kennzahlen festlegen

Erfolg lässt sich nur erreichen, wenn klar definiert ist, was Erfolg überhaupt bedeutet. Ohne ein gemeinsames Verständnis fehlt die Grundlage für zielgerichtetes Arbeiten.

Deshalb ist es entscheidend, die Ziele Ihres Peer-to-Peer-Fundraisings klar zu formulieren. Diese können zum Beispiel sein: stärkere Einbindung von Unterstützern, Gewinnung neuer Kontakte oder eine Steigerung der Spendeneinnahmen.

Im nächsten Schritt sollten Sie messbare Kennzahlen festlegen, die zu diesen Zielen passen – etwa die Anzahl der gestarteten Spendenaktionen oder die insgesamt gesammelte Summe. Weitere Ideen für relevante Kennzahlen finden Sie hier.

4. Einen klaren Kommunikationsplan entwickeln

Unterstützer werden nur dann aktiv, wenn es einen konkreten Anlass gibt – etwa ein sportliches Event, ein Geburtstag oder eine Hochzeit. Deshalb ist es wichtig, kontinuierlich über Peer-to-Peer-Fundraising zu kommunizieren und immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Sie wissen nie, wann sich für jemanden ein passender Anlass ergibt.

Ein Kommunikationsplan – oft in Form eines Kalenders – hilft dabei, diese Aktivitäten zu strukturieren. Mögliche Inhalte sind:

  • Beispiele erfolgreicher Spendenaktionen
  • Interviews mit engagierten Fundraisern
  • Hinweise auf bevorstehende Events oder Challenges
  • Meilensteine, etwa gemeinsam erreichte Spendensummen

Soziale Bestätigung spielt hier eine zentrale Rolle. Wenn Sie zeigen, wie „normale“ Menschen etwas bewirken, motiviert das andere, ebenfalls aktiv zu werden.

Wichtig ist, dass dieser Plan von Ihrem Social-Media- und Kommunikationsteam mitgetragen wird. Ziel sollte sein, solche Inhalte regelmäßig und selbstverständlich zu erstellen – ein klarer Plan ist dafür der erste Schritt.

5. Die passende Technologie wählen

Ein neuer Fundraising-Kanal kann schnell an Akzeptanz verlieren, wenn er intern mehr Probleme als Nutzen schafft. Wenn Daten aufwendig bereinigt werden müssen, Buchhaltung und Auswertungen nicht zusammenpassen, Systeme nicht integriert sind oder der Support mit Anfragen überlastet wird, kann das den Erfolg erheblich bremsen.

Achten Sie deshalb darauf, eine Lösung für Peer-to-Peer-Fundraising zu wählen, die sich gut in Ihre bestehenden Systeme integriert und saubere, verlässliche Daten liefert – auch zur Freude Ihrer Finanzabteilung. Ebenso wichtig ist, dass das System Prozesse automatisiert, Fundraiser unterstützt und Ihren Arbeitsaufwand reduziert.

Und ja – an dieser Stelle erlauben wir uns den Hinweis: BetterNow ist genau für diese Anforderungen entwickelt worden. Nehmen Sie uns also gern in Ihre Auswahl auf.

6. Fortschritt messen und auswerten

Um Chancen frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, Ihre Kennzahlen im Peer-to-Peer-Fundraising regelmäßig zu analysieren.

So lassen sich Muster und Entwicklungen erkennen, zum Beispiel:

  • Wenn Ihre durchschnittlichen Ergebnisse über dem Benchmark liegen, können Sie selbstbewusster neue Fundraiser ansprechen
  • Wenn sich Ihre Aktivitäten stark auf Sport konzentrieren, könnten andere Formate – wie Geburtstagsaktionen – noch ungenutztes Potenzial bieten
  • Wenn die durchschnittliche Spendenhöhe niedrig ist, lohnt sich ein Blick auf Ihre Zielgruppenansprache

Durch kontinuierliche Auswertung schaffen Sie die Grundlage, um gezielt zu optimieren – und Peer-to-Peer-Fundraising langfristig als festen Bestandteil Ihrer Strategie zu etablieren.

7. Erfolge feiern und sichtbar machen

Wenn Sie Ihren 100. Fundraiser erreichen, ist das ein Grund zum Feiern – gern auch mit Kuchen für das ganze Team. Solche Meilensteine sollten bewusst gewürdigt werden.

Gemeinsame Erlebnisse helfen dabei, neue Initiativen in der Organisation zu verankern. Feiern sind dafür ein gutes Beispiel. Wenn Ihr teamübergreifendes Projektteam Ziele erreicht, beziehen Sie die gesamte Organisation mit ein. Ob Smoothies oder Kuchen – entscheidend ist, dass Erfolge gemeinsam erlebt werden.

Eine weitere Idee: Laden Sie einen besonders engagierten Fundraiser ins Büro ein und geben Sie ihm eine Bühne – zum Beispiel in der Kantine. Lassen Sie ihn seine Geschichte erzählen. Das inspiriert Ihr Team, stärkt die Bindung des Fundraisers und macht ihn langfristig zu einem Botschafter Ihrer Organisation.

Worum es bei der Verankerung von Peer-to-Peer-Fundraising geht

Damit Ihre Organisation nachhaltig wirken kann, brauchen Sie stabile und planbare Einnahmen. Nur so lassen sich langfristige Projekte umsetzen.

Entscheidend ist, dass Wissen über Peer-to-Peer-Fundraising nicht nur bei einzelnen Personen liegt, sondern in der gesamten Organisation verankert ist. So stellen Sie sicher, dass der Ansatz langfristig erfolgreich bleibt und Sie Ihre Ziele erreichen.

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