Wie Sie Teilnehmende in Ihrer virtuellen Spendenaktion erfolgreich einbinden
Jesper Juul Jensen
CEO
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Virtuelle Spendenaktionen bringen einige Herausforderungen mit sich, wenn es darum geht, Teilnehmende einzubinden. Sie treffen Ihre Unterstützer nicht persönlich – und diese begegnen sich auch nicht untereinander. Wie stellen Sie also sicher, dass die Teilnehmenden ein großartiges Erlebnis haben und im nächsten Jahr wieder dabei sind?
Und mehr noch: Ohne ein physisches Event als Rahmen – wie stellen Sie sicher, dass die Teilnehmenden sich wirklich beim Spendensammeln engagieren? Vorausgesetzt, Ihr Ziel mit Ihrer virtuellen Veranstaltung ist es,
ein großartiges Erlebnis für bestehende und neue Unterstützer zu schaffen und
möglichst viele Spenden zu sammeln
zeigen wir Ihnen hier, wie Sie Ihre Unterstützer erfolgreich einbinden können.
Wir gliedern unsere Empfehlungen entlang der wichtigsten Phasen:
Die Anmeldung
Die Zeit zwischen Anmeldung und Event
Während des Events
Dieser Beitrag basiert teilweise auf zwei Webinaren aus dem Frühjahr 2020. Eine Aufzeichnung der Webinare finden Sie am Ende dieses Beitrags. Dies ist der dritte Teil einer dreiteiligen Serie zu virtuellen Events – Teil eins und zwei finden Sie hier.
Einbindung von Unterstützern bei der Anmeldung
Die Anmeldung hat einen großen Einfluss darauf, ob Teilnehmende später tatsächlich aktiv Spenden sammeln. Deshalb lohnt es sich, den Fokus auf den Anmeldeprozess und die Nutzererfahrung zu legen. Das zentrale Ziel ist, die anfängliche Motivation aus der Anmeldung direkt in konkretes Handeln zu überführen.
Personalisierung
Eine Spendenaktion kann als eine stark personalisierte Seite verstanden werden, die sich an das persönliche Netzwerk des Unterstützers richtet. Je besser das Profilbild und die Beschreibung der eigenen Motivation, desto wirkungsvoller ist die Seite.
Deshalb ist es entscheidend, dass Unterstützer ihre Seite bereits bei der Anmeldung – und auch danach – individuell gestalten.
Eigene Spende
Im Rahmen unserer Datenanalysen – unter anderem im Zusammenhang mit unserem Machine-Learning-Projekt – haben wir festgestellt, dass der wichtigste Faktor für den Erfolg beim Spendensammeln die eigene Spende zu Beginn ist.
Dabei ist nicht nur entscheidend, dass jemand selbst spendet, sondern auch, wie viel. Das persönliche Umfeld orientiert sich daran: Wenn Unterstützer mit einem höheren Betrag starten, setzen sie damit einen Maßstab, an dem sich Freunde, Familie und Bekannte häufig orientieren.
Schnelle Aktivierung
Ein weiteres Ziel ist es, Unterstützer möglichst schnell aktiv werden zu lassen. Sobald sie ihre Spendenaktion teilen oder erste Schritte unternehmen, entsteht eine Art „Point of no return“: Sie haben sich öffentlich dazu bekannt, Spenden zu sammeln.
Ähnlich wie bei anderen öffentlich gemachten Vorhaben wirkt dieser Schritt motivierend – weil das eigene Umfeld mitverfolgt, was passiert.
Kurz gesagt: Wenn Unterstützer ihre Seite personalisieren, selbst spenden und ihre Aktion innerhalb des ersten Tages teilen, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass sie sich langfristig engagieren.
Einbindung von Unterstützern zwischen Anmeldung und Event
Die Zeit zwischen Anmeldung und Event hat großes Potenzial, kann aber schnell zur „toten Phase“ werden, in der das Engagement nachlässt. So stellen Sie sicher, dass genau das nicht passiert.
Anerkennung und Gemeinschaft
Ihre engagiertesten Unterstützer sichtbar zu machen, ist immer sinnvoll – in dieser Phase ganz besonders. Es motiviert die Aktivsten, noch mehr zu leisten (zumal ein kleiner Teil der Teilnehmenden oft einen Großteil der Spenden sammelt). Gleichzeitig kann es auch diejenigen wieder aktivieren, die zuletzt weniger gemacht haben.
Wichtig ist, nicht nur einzelne „Top-Performer“ hervorzuheben, sondern auch das gemeinsame Gefühl von Erfolg zu betonen. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl motiviert andere, sich ebenfalls einzubringen.
Wie im Arbeitskontext gilt auch hier: Lob gehört in die Öffentlichkeit, Hinweise zur Verbesserung eher in den direkten Austausch. Würdigen Sie Erfolge sichtbar und ermutigen Sie einzelne Unterstützer gezielt im persönlichen Kontakt.
Genauso wichtig ist die Anerkennung der gesamten Gemeinschaft. Viele bleiben nicht nur wegen des Spendensammelns aktiv, sondern weil sie sich als Teil einer Gruppe fühlen. Dieses Zugehörigkeitsgefühl – gestärkt durch gemeinsame Inhalte, Humor oder wiederkehrende Formate – ist ein großer Erfolgsfaktor.
„Gamification“ bedeutet, einem nicht spielerischen Kontext – wie dem Spendensammeln – spielerische Elemente hinzuzufügen. Das kann zum Beispiel durch Vergleiche oder Zielvorgaben geschehen.
Vergleich mit anderen: Funktioniert besonders gut, wenn sich die Teilnehmenden kennen. Ranglisten nach gesammelten Spenden können hier bereits ausreichen.
Persönliche Ziele: Unterstützer können sich an eigenen Fortschritten orientieren. Kleine Auszeichnungen oder Meilensteine helfen dabei, Motivation aufzubauen.
Konkrete Anreize: Physische Belohnungen wie T-Shirts, Medaillen oder kleine Geschenke haben oft eine stärkere Wirkung als rein digitale Auszeichnungen.
Unsere Erfahrung zeigt: Solche Anreize können das Engagement deutlich steigern. Sie helfen dabei, Unterstützer zu weiteren Schritten zu motivieren und können das Gesamtergebnis positiv beeinflussen.
Gerade bei virtuellen Spendenaktionen spielen physische Elemente eine besondere Rolle. Eine Möglichkeit ist, allen Teilnehmenden bereits zur Anmeldung ein kleines Paket zukommen zu lassen. Die Idee dahinter: Wer etwas erhält, ist eher bereit, sich im Gegenzug stärker einzubringen. Diese Strategie ist mutiger – kann aber sehr wirkungsvoll sein.
Kommunikation für Ihre virtuellen Spendenaktionen
Die Betreuung Ihrer Unterstützer besteht aus zwei Elementen: automatisierter Kommunikation und persönlichem Kontakt. Ein gewisser persönlicher Austausch führt dabei fast immer zu den besten Ergebnissen. So kann es sehr hilfreich sein, mit besonders aktiven Unterstützern oder Teamverantwortlichen direkt in Kontakt zu bleiben.
Bei einer großen Anzahl an Teilnehmenden – wie es bei virtuellen Spendenaktionen oft der Fall ist – müssen Sie sich jedoch auf Automatisierung verlassen, um den Großteil der Kommunikation abzudecken.
Genau darauf legen wir bei BetterNow großen Wert. Unser Ziel ist es, automatisierte Nachrichten so relevant wie möglich zu gestalten: mit passenden Inhalten zum richtigen Zeitpunkt, basierend auf Auslösern wie neuen Spenden, erreichten Meilensteinen oder dem Aktivitätsniveau. So stellen wir sicher, dass Unterstützer eine gute Erfahrung machen und gleichzeitig die Ergebnisse verbessert werden.
Für alle, die diese Prozesse selbst aufsetzen möchten, haben wir einen Leitfaden erstellt. Darin teilen wir unsere wichtigsten Empfehlungen, wie Sie eine automatisierte Kommunikationsstrecke aufbauen und gestalten können. Laden Sie ihn hier herunter.
Einbindung von Unterstützern während des Events
Die letzten Tage vor dem Event sind entscheidend – sowohl für das aktuelle Ergebnis als auch für den Start im nächsten Jahr.
Es ist kein Geheimnis: Kurz vor dem Event oder in den letzten Tagen einer Kampagne gehen die meisten Spenden ein. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre Unterstützer gut vorbereitet sind und diese Phase aktiv nutzen.
Unterstützen Sie sie dabei, den Endspurt optimal zu gestalten – das ist ein zentraler Bestandteil Ihrer Kommunikation.
Gerade bei virtuellen Spendenaktionen ist es entscheidend, sich kurz vor dem Event noch einmal bei allen Teilnehmenden zu melden. Die Botschaft ist einfach:
„Wir sehen euch. Wir wissen, dass ihr euch gleich für uns engagiert. Wir sind dankbar und stolz, dass ihr euch für uns entschieden habt.“
Diese Form der Wertschätzung hat einen großen Einfluss darauf, wie aktiv Teilnehmende am Event teilnehmen.
Alle gewinnen!
Alle Teilnehmenden verdienen Aufmerksamkeit – scheuen Sie sich also nicht, während des Events aktiv zu kommunizieren. Melden Sie sich vor und nach dem Event bei allen Teilnehmenden. Vieles lässt sich automatisieren, aber stellen Sie sicher, dass bei Bedarf auch persönlicher Kontakt möglich ist.
Wie bereits erwähnt, können physische Materialien hier eine große Wirkung haben. Das können einfache Vorlagen sein, die zu Hause ausgedruckt werden können.
Jede teilnehmende Person ist ein Gewinn – und sollte sich auch so fühlen. Ganz unabhängig davon, wie viel gesammelt wurde oder ob das Event vollständig abgeschlossen wurde. Dieses Gefühl von Erfolg und Stolz ist entscheidend dafür, dass Teilnehmende im nächsten Jahr wieder dabei sind.
Starten Sie die Rekrutierung für das nächste Jahr
Direkt nach dem Event geht es darum, die positiven Emotionen zu verstärken. Teilnehmende sollen stolz auf ihre Leistung sein und ein echtes Erfolgserlebnis haben.
Neben der Wertschätzung ist das der richtige Moment, um sie erneut zur Teilnahme einzuladen – sei es für das nächste Event oder eine andere Aktion.
Stellen Sie daher sicher, dass eine einfache und direkt nutzbare Anmeldung für kommende Events bereitsteht.
Nächste Schritte
Dies ist der letzte Beitrag unserer Serie zu virtuellen Events. Falls noch nicht geschehen, werfen Sie einen Blick auf die beiden vorherigen Teile. Bereit loszulegen? Erstellen Sie hier ein BetterNow-Konto.
Laden Sie den vollständigen Leitfaden herunter und erfahren Sie, wie Sie P2P-Spender langfristig halten – und sie zu Mitgliedern oder regelmäßigen Spendern weiterentwickeln.