Wie Medicos Sin Fronteras einen Chatbot für Peer-to-Peer-Fundraising entwickelt hat

Jesper Juul Jensen
CEO
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Ein neu entwickelter Chatbot hilft Unterstützern dabei, über einfache Gespräche Geburtstags-Spendenaktionen zu erstellen. Nick Scott von Medicos Sin Fronteras gibt Einblicke, wie sie das umgesetzt haben – und welche Ergebnisse sie bisher erzielt haben.

Viele Organisationen setzen inzwischen auf Chatbots. Einfache Chatbots unterstützen dabei, Spenden über Messenger und andere Messaging-Dienste zu ermöglichen. Weiterentwickelte Bots helfen Organisationen zudem, ihre Mission zu vermitteln und Geschichten über die Menschen zu erzählen, die sie unterstützen. Weitere Beispiele finden Sie hier.

Medicos Sin Fronteras ist noch einen Schritt weiter gegangen: Sie haben einen Chatbot entwickelt, der sowohl bestehenden als auch neuen Unterstützern dabei hilft, Geburtstags-Spendenaktionen zu starten. Eine einfache Idee mit großem Potenzial.

Die Idee entstand, als Spanien während der COVID-19-Pandemie in den Lockdown ging. Nick Scott, Head of Digital bei Medicos Sin Fronteras, erklärt:

„Uns wurde klar, dass viele Menschen ihre Geburtstage während des Lockdowns nicht wie gewohnt feiern können. Wir wollten ihnen eine Möglichkeit geben, stattdessen Spendenaktionen zu starten und so unsere Arbeit im Zusammenhang mit COVID-19 – in Spanien und weltweit – zu unterstützen. Gleichzeitig wollten wir den Prozess so schnell, einfach und unterhaltsam wie möglich gestalten – deshalb haben wir uns für einen Chatbot entschieden.“

In diesem Beitrag zeigen wir, wie Nick und sein Team diese Idee umgesetzt haben – und welche Erkenntnisse sie bisher gewonnen haben.

Hier können Sie den Chatbot ausprobieren (Spanisch erforderlich)

fundraising chatbot screenshot

Der Prozess zur Entwicklung des Chatbots

Vor vier Jahren wäre es noch ein gewagter Schritt gewesen, „einfach so“ einen Chatbot zu entwickeln – für viele Organisationen zu riskant und technisch zu anspruchsvoll. Heute hat sich die Technologie deutlich weiterentwickelt und ist vor allem viel zugänglicher geworden.

Medicos Sin Fronteras nutzt das Tool Landbot.io, das über Zapier mit BetterNow verbunden ist. Nick erklärt, wie sie dabei vorgegangen sind:

.„Der erste Schritt war, einen Proof of Concept zu entwickeln, da wir Landbot.io gerade erst eingeführt hatten und die Zapier-Integration mit BetterNow noch nicht genutzt hatten. Das war tatsächlich ziemlich einfach – wir brauchten kein tiefgehendes technisches Wissen, um den Bot so weit zu bringen, dass er neue Spendenaktionen in BetterNow erstellt. Das war in ein paar Stunden erledigt.“

Zapier ist ein zentraler Bestandteil der No-Code-Bewegung und ermöglicht es auch ohne Programmierkenntnisse, Integrationen zu erstellen, die früher komplexe Entwicklungsarbeit erfordert hätten.

Für die finale Lösung entschied sich das Team jedoch für eine direktere Integration:

„Der Schritt vom Proof of Concept zum fertigen Produkt hat länger gedauert, da wir mit einer spezialisierten Chatbot-Agentur zusammengearbeitet haben, die den Dialog gestaltet hat. Sie haben den Prototypen überarbeitet, auf Zapier verzichtet und stattdessen direkt die BetterNow-API angebunden – was uns zusätzliche Kosten erspart hat.“ 

Mit Zapier lassen sich Spendenaktionen über mehr als 1.500 Anwendungen erstellen – genau diese Flexibilität war ein wichtiger Grund für die Entwicklung der Integration.

Die direkte Anbindung über die BetterNow-API bietet jedoch noch mehr Möglichkeiten und ist die flexibelste Lösung. Der große Vorteil von Zapier bleibt: Es ermöglicht es, solche Lösungen auch ohne Programmierkenntnisse umzusetzen.

Ergebnisse und warum Chatbots ein Zukunftstrend im Peer-to-Peer-Fundraising sein könnten

Der Chatbot wurde sehr gut angenommen und funktioniert erfolgreich. Nick Scott berichtet:

„Wir haben viele neue Spendenaktionen gesehen – knapp 150 in etwa einem Monat! In dieser Hinsicht hat es wirklich gut funktioniert.“

Die Unterstützer kamen sowohl aus bestehenden als auch neuen Zielgruppen, da der Chatbot über Facebook-Anzeigen beworben wurde. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der Chatbot erst etwas mehr als einen Monat im Einsatz. Wie bei jedem neuen Ansatz gibt es noch Optimierungspotenzial:

„Wir bewerben ihn hauptsächlich über Facebook Ads – und wie bei jeder digitalen Kampagne braucht es Zeit, um die richtige Zielgruppe und Ansprache zu finden. Aktuell erzielen wir etwas mehr als unsere Werbekosten, aber wir sind überzeugt, dass wir durch bessere Zielgruppenausrichtung deutlich mehr herausholen können. Langfristig könnte daraus eine sehr starke, dauerhaft laufende Kampagne werden – vielleicht auch für andere Arten von Spendenaktionen.“

Eines ist jedoch bereits klar: Die Nutzer, die auf die Anzeigen klicken, erstellen tatsächlich Spendenaktionen und kommen gut mit dem Chatbot zurecht.

Nick ist überzeugt, dass Chatbots im Fundraising eine wichtige Rolle spielen werden – vor allem im Vergleich zu klassischen Webformularen:

„Wir unterschätzen oft, wie komplex Landingpages und Websites für Nutzer sein können – besonders, wenn sie sich noch nicht sicher sind, ob sie aktiv werden möchten. Ich kann nur empfehlen, sich mit Chatbots zu beschäftigen. Das Format wirkt viel natürlicher und kann die Conversion deutlich steigern, weil Nutzer immer nur eine Information auf einmal verarbeiten müssen.

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