The social capital of P2P fundraisers matters - but how? And what are the implications of fundraising practitioners?
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Es gilt als selbstverständlich, dass das Danken von Spendern ein zentraler Bestandteil jeder spendenorientierten Organisation ist. Ebenso ist es wenig umstritten, dass auch das Danken von Fundraisern im Peer-to-Peer-Fundraising wichtig ist.
Der Grund ist einfach:
Wer sich wertgeschätzt fühlt, ist eher bereit, sich weiterhin zu engagieren. Wenn du dich bedankst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Fundraiser noch ein paar Minuten mehr investieren, um weitere Spenden zu sammeln.
Ein frühzeitiges Dankeschön stärkt zudem das Gefühl der Zugehörigkeit. Fundraiser sehen, dass ihr Einsatz wahrgenommen wird. Und nicht zuletzt leisten sie Großartiges für deine Organisation – ihnen zu danken ist schlicht das Richtige.
Trotzdem sehen wir bei BetterNow, dass einige Organisationen nicht jedem Fundraiser danken. Das erkennen wir daran, dass wir die Möglichkeit bieten, öffentliche Dankesnachrichten auf Spendenaktionen zu hinterlassen. Diese sind nicht nur für die Fundraiser sichtbar, sondern auch für potenzielle und bestehende Spender.

Natürlich kann es sein, dass manche Organisationen stattdessen per E-Mail oder telefonisch danken. Doch basierend auf unseren Erfahrungen gehen wir davon aus, dass dies oft nicht der Fall ist.
Deshalb wollten wir den Effekt genauer untersuchen.
Wenn wir die Performance von Fundraisern vergleichen – je nachdem, ob sie einen öffentlichen Dankeskommentar erhalten haben oder nicht – zeigt sich sofort ein positiver Unterschied.
In Prozent ausgedrückt entspricht das einem Unterschied von über 29 %.
Mit anderen Worten: Organisationen, die sich konsequent bei ihren Fundraisern bedanken, haben Fundraiser, die im Durchschnitt 29 % mehr Spenden sammeln.
Das sollte Anreiz genug sein, regelmäßig Dankesnachrichten zu verfassen.
Ein kurzer Hinweis zur Berechnung: Für unsere Analyse haben wir Ausreißer entfernt. Konkret wurden alle Fundraiser ausgeschlossen, die mehr als 3.000 € gesammelt haben. So stellen wir sicher, dass einzelne außergewöhnlich erfolgreiche Spendenaktionen das Ergebnis nicht verzerren.
Selbst ein unerfahrener Data Scientist würde hier jedoch einwenden: Es besteht ein offensichtliches Risiko für Selektionsbias. Organisationen könnten bevorzugt den Fundraisern danken, die bereits besonders erfolgreich sind – eine Form des sogenannten Survivorship Bias.
Das bedeutet: Der beobachtete Unterschied könnte auch daher kommen, dass nur diejenigen gewürdigt werden, die ohnehin viel gesammelt haben. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, betrachten wir im nächsten Schritt den Unterschied abhängig davon, wann Fundraiser ein Dankeschön erhalten.
Wenn eine Organisation bereits in der Woche, in der eine Spendenaktion gestartet wird, einen Dankeskommentar hinterlässt, werten wir dies als „Dank zum Start“. Das reduziert das Risiko, dass nur besonders erfolgreiche Fundraiser gewürdigt werden – denn zu diesem Zeitpunkt ist das Ergebnis der Spendenaktion noch völlig offen.
Hier sehen wir einen Unterschied von 18 % zwischen Fundraisern, die kein Dankeschön erhalten, und denen, die direkt zu Beginn gewürdigt werden. Wie zu erwarten, ist der Effekt noch größer, wenn das Dankeschön später erfolgt – hier liegt der Unterschied bei 33 %.
Damit ergibt sich ein klar messbarer Effekt: Öffentliches Danken steigert die Fundraising-Ergebnisse um 18 % bis 28 %.
Der Aufwand dafür ist minimal – ein kurzer öffentlicher Kommentar auf der Spendenaktionsseite. Und dennoch hat diese Maßnahme mehr Wirkung als selbst aufwendig optimierte E-Mail-Strecken.
Deshalb sagen wir es noch einmal ganz deutlich: Bedanke dich bei deinen Fundraisern – und steigere deine Einnahmen im Peer-to-Peer-Fundraising um 18 % (oder mehr).
