Erfolg im Online-Fundraising messen: 7 KPIs, die jede Organisation im Blick haben sollte

Simona Lazeu
CMO
7
Min to read

Das Verständnis und die Auswertung von Daten kann aufwendig und komplex wirken – sie zu ignorieren ist jedoch keine Option mehr. Daten sind entscheidend. Unabhängig von Branche, Zielen oder Zielgruppe helfen sie dabei, bessere Entscheidungen zu treffen, Orientierung zu gewinnen und Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Auch im Non-Profit-Bereich spielen Daten eine zentrale Rolle. Organisationen entwickeln sich nur weiter, wenn sie verstehen, was zu bisherigen Erfolgen geführt hat und welche Faktoren sie beeinflussen können. Gerade in Zeiten knapper Budgets gewinnt Online-Fundraising zunehmend an Bedeutung.

Doch welche Kennzahlen sind besonders relevant, wenn Sie im Peer-to-Peer-Fundraising erfolgreich sein möchten?

Die folgende Übersicht zeigt zentrale KPIs und wie sie zusammenhängen.

KPIs for online P2P fundraising, and how they connect

1. Gesamte Spendensumme in einem bestimmten Zeitraum

Die gesamte Spendensumme ist die naheliegendste Kennzahl im Online-Fundraising. Sie umfasst alle Beträge, die durch Ihre Fundraiser gesammelt werden.

Mit „Fundraisern“ sind dabei Spendenaktionen gemeint, die von Einzelpersonen oder Unternehmen zugunsten Ihrer Organisation gestartet werden.

Zur Berechnung der gesamten Spendensumme in einem bestimmten Zeitraum kann folgende Formel verwendet werden:

Gesamte Spendensumme = Anzahl der Fundraiser × durchschnittlicher Betrag pro Fundraiser

Das bedeutet: Sie können die Gesamtsumme auf zwei Wegen steigern – entweder durch mehr Fundraiser oder durch höhere durchschnittliche Ergebnisse pro Fundraiser.

2. Anzahl der gestarteten Spendenaktionen in einem bestimmten Zeitraum

Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Anzahl der Spendenaktionen, die für Ihre Organisation gestartet werden. Wenn Sie diese Kennzahl über mehrere Monate hinweg beobachten, können Sie einen Durchschnitt ermitteln. Multipliziert mit dem durchschnittlich gesammelten Betrag lässt sich so abschätzen, wie viel in einem bestimmten Zeitraum – etwa pro Monat, Quartal oder Jahr – voraussichtlich zusammenkommt. So entstehen fundierte Prognosen im Fundraising.

Um die Anzahl der Spendenaktionen zu steigern, können Sie gezielte Kampagnen entwickeln, die bestehende Unterstützer – etwa Spender, Mitglieder, Freiwillige, Website-Besucher oder Follower in sozialen Medien – dazu motivieren, selbst aktiv zu werden.

Besonders effektiv sind E-Mail-Kampagnen an bestehende Kontakte. Diese können beispielsweise vor bestimmten Anlässen versendet werden (z. B. vor Geburtstagen oder Veranstaltungen) oder allgemein erklären, wie Unterstützer ihre Wirkung durch eine eigene Spendenaktion vervielfachen können.

Ein weiterer Vorteil dieser Kennzahl: Sie können vergleichen, welche Arten von Aktionen und Kampagnen bei Ihrer Zielgruppe besonders gut ankommen.

3. Die durchschnittliche eigene Spende

Eigene Spenden sind nicht nur ein starker Indikator für den Erfolg einzelner Fundraiser, sondern auch eine wichtige Kennzahl für die Gesamtentwicklung.

Wenn Sie Strukturen schaffen, die zu höheren eigenen Spenden führen, legen Sie eine stabile Grundlage für Ihre Fundraising-Ergebnisse. Dieser Ansatz ist oft planbarer und hängt stärker mit der Anzahl der Teilnehmenden zusammen als mit der insgesamt gesammelten Summe.

4. Aktive Fundraiser

Aus unserer Erfahrung heraus passiert Folgendes überraschend oft: Menschen sind begeistert von der Idee, online Spenden zu sammeln. Sie erstellen eine Seite, laden ein Bild hoch, schreiben über ihre Motivation und teilen die Aktion vielleicht ein paar Mal – erhalten aber trotzdem keine Spenden. Das ist frustrierend. Und da die meisten keine erfahrenen Fundraiser sind, wissen viele nicht, wie es weitergeht.

Wenn Sie bei der Analyse feststellen, dass viele Fundraiser inaktiv sind, ist das kein Problem – im Gegenteil: Es ist eine Chance, den Kontakt zu suchen.

Eine bewährte Methode ist der Versand von E-Mails mit konkreten Tipps und Beispielen. Bei BetterNow haben wir dafür einen automatisierten Ablauf entwickelt: Wenn jemand eine Spendenaktion startet, aber keine Spenden erhält oder inaktiv wird, versendet das System personalisierte E-Mails mit Hinweisen, wie es weitergehen kann.

Und das funktioniert: Eine dieser E-Mails hatte im letzten Monat eine Öffnungsrate von über 57 %, und 17 % der zuvor inaktiven Fundraiser haben anschließend Spenden erhalten.

Es lohnt sich also, die Zahl der inaktiven Fundraiser im Blick zu behalten – denn sie lässt sich gezielt beeinflussen und kann einen großen Unterschied machen.

5. Durchschnittlich gesammelter Betrag pro Spendenaktion

Diese Kennzahl zeigt, wie viel Ihre Fundraiser im Durchschnitt sammeln. Sie ergibt sich aus der gesamten Spendensumme geteilt durch die Anzahl der Spendenaktionen.

(Durchschnittlicher Betrag = Gesamte Spendensumme / Anzahl der Spendenaktionen)

Um diese Kennzahl zu verbessern, können Sie entweder die durchschnittliche Spendenhöhe erhöhen oder die Anzahl der Spenden pro Aktion steigern.

Wichtig ist, diese Kennzahl als Kohortenanalyse zu betrachten – basierend auf dem Zeitpunkt, zu dem die Spendenaktion erstellt wurde (z. B. nach Wochen oder Monaten). Nur so lassen sich Veränderungen zuverlässig erkennen.

Wir haben eine solche Analyse genutzt, um zu zeigen, dass unser Machine-Learning-Modell die Ergebnisse im Peer-to-Peer-Fundraising um 40 % verbessert hat.

Wenn Sie tiefer in die Analyse einsteigen möchten, können Sie diese Kennzahl über verschiedene Kampagnen oder Zeiträume hinweg vergleichen. Da viele Faktoren Einfluss haben (z. B. Einkommen oder Netzwerk des Fundraisers), ist ein sinnvoller Vergleich vor allem dann möglich, wenn die zugrunde liegende Gruppe ähnlich ist. Das gilt auch für KPI Nr. 4.

If you want to go deeper into analysing the data, you can compare this metric across different projects and time spans–as many variables influence this metric (e.g. fundraiser’s income, fundraiser's network), this analysis is truly significant when you have roughly the same population. The observation also applies to the KPI no. 4.

6. Durchschnittliche Anzahl an Spenden pro Spendenaktion

Im Peer-to-Peer-Fundraising geht es darum, das Netzwerk Ihrer Fundraiser zu aktivieren und neue Unterstützer zu gewinnen. Die Person, die eine Spendenaktion startet, ist dabei oft nicht diejenige, die den größten Betrag spendet – vielmehr kommen die Spenden aus ihrem Umfeld.

Deshalb ist es entscheidend, Fundraiser dazu zu motivieren, ihre Aktion aktiv zu teilen und gezielt um Unterstützung zu bitten.

Eine bewährte Methode ist es, inaktive Fundraiser per E-Mail anzusprechen und ihnen beim Einstieg zu helfen – insbesondere dabei, die ersten Spenden zu erhalten.

Auch persönliche Nachrichten können motivierend wirken. Wenn jemand aus Ihrer Organisation öffentlich auf der Seite eines Fundraisers Dankbarkeit zeigt und ihn oder sie aktiv unterstützt, stärkt das die Motivation und erhöht die Sichtbarkeit der Aktion.

Mehr dazu, wie sich Branding auf die Anzahl der Spenden pro Fundraiser auswirkt, erfahren Sie hier.

7. Durchschnittliche Spendenhöhe

Ein weiterer Hebel, um den durchschnittlich gesammelten Betrag pro Spendenaktion zu steigern, ist die Höhe der einzelnen Spenden. Über alle BetterNow-Kunden hinweg liegt die durchschnittliche Spende derzeit bei etwa 43 Euro. Diese Kennzahl lässt sich mit einfachen Maßnahmen beeinflussen – zum Beispiel durch höhere vorgeschlagene Beträge im Spendenformular oder indem Fundraiser dazu ermutigt werden, selbst etwas mehr zu spenden, als sie von anderen erwarten.

Fazit

Wir hoffen, dass diese Kennzahlen Ihnen helfen, einen besseren Überblick über Ihre Fundraising-Ergebnisse zu bekommen. Natürlich gibt es viele weitere KPIs, die wertvolle Einblicke liefern können. Diese sieben bilden jedoch eine solide Grundlage für erfolgreiches Peer-to-Peer-Fundraising.

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