The social capital of P2P fundraisers matters - but how? And what are the implications of fundraising practitioners?


Der Begriff Crowdfunding wird oft sehr ungenau verwendet und dabei häufig mit Peer-to-Peer-Fundraising verwechselt. Beide Konzepte werden nicht selten gleichgesetzt oder synonym verwendet. Bei BetterNow sehen wir immer wieder, dass Organisationen mit viel Engagement eine dieser Methoden einsetzen – jedoch mit enttäuschenden Ergebnissen, weil die Unterschiede nicht klar sind.
Dieser Abschnitt soll dabei helfen, die beiden Ansätze voneinander abzugrenzen und zu verstehen, wann welcher sinnvoll ist.
Crowdfunding beschreibt das Sammeln von Spenden bei einer grossen Anzahl von Menschen, die jeweils kleinere Beträge geben, um gemeinsam ein konkretes Projekt zu finanzieren. Häufig geht es dabei um Vorhaben, die erst umgesetzt werden können, wenn ein bestimmter Betrag erreicht ist.
Mehr zum Thema Crowdfunding: Crowdfunding für gemeinnützige Organisationen und öffentliche Projekte
Wenn Crowdfunding gut umgesetzt ist, entsteht oft eine starke Eigendynamik. Eine Kampagne muss dafür kein weltweites Internetphänomen werden – auch im kleineren Rahmen kann sie sich erfolgreich verbreiten. Entscheidend ist, dass Unterstützer die Kampagne aktiv teilen und so neue Spender gewinnen.
Im Idealfall sorgt jeder Spender dafür, dass mindestens eine weitere Person spendet. So kann die Kampagne theoretisch unbegrenzt wachsen. In der Praxis lässt diese Dynamik jedoch oft schnell nach, und die Kampagne verliert an Schwung.
Crowdfunding-Kampagnen arbeiten häufig mit Anreizen oder Gegenleistungen. Je nach Spendenhöhe erhalten Unterstützer bestimmte Vorteile. Diese können materiell sein, aber auch immateriell – etwa Anerkennung oder Sichtbarkeit.
Der Startimpuls kommt in der Regel von der Organisation selbst. Sie bringt die Kampagne in ihr Netzwerk ein. Ob und wie stark sie sich weiter verbreitet, hängt von der Qualität dieses Netzwerks und davon ab, wie gut die Kampagne kommuniziert ist. Letztlich entscheidet die Umsetzung von Kommunikation und Marketing darüber, ob eine Kampagne an Reichweite gewinnt.

Der Unterschied zwischen Crowdfunding und Peer-to-Peer-Fundraising ist vielschichtig. Der wichtigste liegt jedoch darin, wie die Reichweite aufgebaut wird.
Beim Peer-to-Peer-Fundraising mobilisieren Sie Ihre bestehende Unterstützerbasis, um neue Spender zu gewinnen. Ihre Unterstützer übernehmen dabei einen grossen Teil der eigentlichen Arbeit. Das lässt sich gut mit klassischen Haustürsammlungen vergleichen – nur digital. Viele der gleichen Prinzipien und Fähigkeiten kommen hier zum Einsatz.
Im Gegensatz zum Crowdfunding richten sich Anreize und Belohnungen häufig an die Personen, die Spendenaktionen starten – nicht an die Spender. Das können beispielsweise Merchandise-Artikel, Eventtickets oder Startplätze bei Sportveranstaltungen sein.
Die Aufgabe der Organisation besteht darin, diese Unterstützer zu gewinnen, zu aktivieren und ihnen die richtigen Werkzeuge und das nötige Wissen an die Hand zu geben, damit sie erfolgreich Spenden sammeln können.
![[Illustration description] Peer-to-peer- fundraising: The charity recruits and educate fundraisers. The fundraisers then spread the campaign among their personal networks and collect donations among their peers.](https://cdn.prod.website-files.com/6076a28666a550e84a11d19e/689e92985e3b2f3c956369d2_61c2e96220b59a66ccd09ce7_2.png)
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen zusammen:
Wie die obige Übersicht zeigt, unterscheiden sich Crowdfunding und Peer-to-Peer-Fundraising in einigen zentralen Punkten. Entsprechend eignen sich die beiden Ansätze für unterschiedliche Ziele. Die folgenden Faustregeln helfen bei der Einordnung:
Spenden im Peer-to-Peer-Fundraising entstehen häufig aus der persönlichen Beziehung zwischen Spender und Unterstützer. Der konkrete Zweck steht dabei weniger im Vordergrund als beim Crowdfunding.
Deshalb eignet sich Peer-to-Peer-Fundraising besonders gut als dauerhafte Aktivität über das ganze Jahr hinweg – und nicht nur für einzelne Kampagnen.
Beim Peer-to-Peer-Fundraising müssen Unterstützer Ihre Geschichte selbst weitergeben. Dafür brauchen sie ein klares Verständnis und einfache Botschaften.
Ist Ihr Spendenzweck komplex oder erklärungsbedürftig (z. B. neue Therapieformen oder institutioneller Aufbau), wird es für viele Unterstützer schwierig, dies überzeugend im eigenen Umfeld zu vermitteln.
Da die Kommunikation beim Peer-to-Peer-Fundraising stark dezentral erfolgt, ist dieser Ansatz auch weniger geeignet für sensible Themen – etwa mit politischem oder ethischem Kontext.
Einige Themen lösen sofort eine emotionale Reaktion aus – oft, weil Menschen persönliche Erfahrungen damit haben. Das gilt besonders für Gesundheitsbereiche wie Krebs, Multiple Sklerose oder Herzkrankheiten.
Solche Themen lassen sich leicht weitererzählen und sind auf persönlicher Ebene gut nachvollziehbar.
Menschen mit eigener Erfahrung – sei es durch Betroffenheit oder Engagement – sind oft besonders starke Unterstützer. Deshalb sind diese Themen ideal für Peer-to-Peer-Fundraising.
Crowdfunding kann dabei helfen, überhaupt erst eine Unterstützerbasis aufzubauen. Peer-to-Peer-Fundraising hingegen setzt in der Regel voraus, dass bereits ein Netzwerk vorhanden ist.
Zwar können auch neue Unterstützer gewonnen werden, doch das gelingt meist nur über besondere Anlässe oder Kampagnen mit hoher Attraktivität.
Wenn Ihre bestehende Datenbank noch klein ist, sollten Sie daher zunächst auf Crowdfunding setzen.
Mit BetterNow können Sie direkt mit Peer-to-Peer-Fundraising starten. Wenn Sie feststellen, dass Crowdfunding besser zu Ihrem Vorhaben passt, finden Sie mit BetterNow Crowdfunding ebenfalls die passende Plattform.