Machen Sie aus Unterstützern im Peer-to-Peer-Fundraising Spender im mittleren Segment (und umgekehrt)
Jesper Juul Jensen
CEO
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Spender im mittleren Segment werden oft übersehen, obwohl sie zu den wertvollsten Zielgruppen für gemeinnützige Organisationen gehören. Sie sorgen für Stabilität, bieten Entwicklungspotenzial und zeigen in der Regel ein stärkeres Engagement als gelegentliche Spender.
Sie geben mehr als nur Geld. Sie bringen Loyalität, Vertrauen und eine beständige Unterstützung, die Ihr Fundraising trägt. Doch hier liegt das Potenzial: Diese Spender unterstützen nicht nur Ihre Organisation – sie können zu Ihren stärksten Botschaftern werden. Und dabei eröffnen sich oft auch neue Möglichkeiten für ihr eigenes weiteres Engagement.
Werfen wir einen Blick darauf, warum diese Zielgruppe eine wichtige Rolle im Peer-to-Peer-Fundraising spielt – und wie Sie sie gezielt aktivieren können.
Was sind Spender im mittleren Segment?
Es sind weder einmalige Geber noch Großspender. Spender im mittleren Segment bewegen sich dazwischen – engagiert, verlässlich und oft unterschätzt.
Ihre jährlichen Spenden liegen meist im Bereich von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro. Doch entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die Haltung dahinter. Diese Menschen interessieren sich für Ihre Arbeit. Sie verfolgen Ihre Kommunikation, nehmen an Veranstaltungen teil und setzen sich aktiv mit Ihrer Organisation auseinander.
Sie möchten Wirkung sehen. Sie reagieren auf ehrliche Geschichten. Und oft fehlt nur ein Impuls, um sie stärker einzubinden.
Man könnte sagen: Sie bilden das Rückgrat Ihres Fundraisings – stabil, verlässlich und voller Potenzial.
Warum sie im Peer-to-Peer-Fundraising besonders wirksam sind
Spender im mittleren Segment geben nicht nur – sie stehen hinter Ihrer Sache. Und genau diese Überzeugung wirkt ansteckend.
Wenn jemand aus dieser Gruppe eine Kampagne im eigenen Netzwerk teilt, wirkt das anders. Persönlicher. Glaubwürdiger. Überzeugender. Denn genau das ist es auch. Diese Form von sozialer Bestätigung ist besonders wertvoll.
Diese Unterstützer haben bereits gezeigt, dass sie bereit sind zu geben. Geben Sie ihnen nun einen Anlass, andere einzubinden. Viele verfügen über ein stabiles Netzwerk aus Freunden, Familie und Kollegen – Menschen, die ihnen vertrauen. Genau darin liegt die Stärke des Peer-to-Peer-Fundraisings: Eine vertrauenswürdige Stimme kann viele weitere Menschen erreichen.
Hinzu kommt: Spender im mittleren Segment lassen sich oft gerne auf eine Herausforderung ein. Setzen Sie ein klares Ziel, geben Sie ihnen eine Geschichte an die Hand – und lassen Sie ihnen Raum, aktiv zu werden.
Es geht nicht nur um Fundraising. Es geht um Engagement mit Überzeugung, Reichweite und einer Wirkung, die sich weiterträgt.
Wie Sie Spender im mittleren Segment für Peer-to-Peer-Fundraising gewinnen
Wenn Sie diese Zielgruppe aktivieren möchten, halten Sie es einfach – und vor allem persönlich.
Knüpfen Sie an Anlässe an, die für diese Menschen ohnehin wichtig sind: Geburtstage, Jubiläen oder berufliche Meilensteine. Solche Momente bieten eine natürliche Gelegenheit, etwas Sinnvolles zu teilen – zum Beispiel Ihr Anliegen.
Eine Geburtstagsaktion ersetzt ein Geschenk durch einen guten Zweck. Ein Arbeitsjubiläum kann zur gemeinsamen Initiative im Unternehmen werden. Viele Menschen schätzen es, persönliche Anlässe mit einem größeren Ziel zu verbinden – besonders, wenn es sich authentisch anfühlt.
Darüber hinaus können Sie gezielt Formate entwickeln, die zu den Interessen Ihrer Zielgruppe passen: etwa ein virtueller Lauf, eine individuell gestaltete Challenge oder eine exklusive Kampagne. Wer seine Zielgruppe kennt, kann passende Angebote schaffen.
Und nicht vergessen: Peer-to-Peer-Fundraising bedeutet mehr als Spenden zu sammeln. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen. Wenn ein Unterstützer Spenden sammelt, bringt er neue Kontakte mit – Menschen, die bereits Vertrauen haben. Und genau das ist besonders wertvoll.
Wie Peer-to-Peer-Fundraising neue Spender im mittleren Segment hervorbringt
Drehen wir die Perspektive um.
Stellen Sie sich vor, jemand ohne bisherige Spendenhistorie entscheidet sich plötzlich, 500 £ für Ihre Organisation zu sammeln. Diese Person teilt Ihre Mission, erzählt ihre eigene Geschichte, mobilisiert ihr Umfeld – und erreicht das Ziel.
Das ist kein gelegentlicher Unterstützer. Das ist jemand, der sich bewusst für Ihre Sache entschieden hat. Und dieses öffentliche Engagement ist ein starkes Signal.
Peer-to-Peer-Fundraising macht häufig genau diese Menschen sichtbar: Ihre nächsten Spender im mittleren Segment. Menschen, die bisher wenig oder gar nicht gespendet haben, deren Einsatz aber zeigt, dass sie bereit sind, sich stärker einzubringen.
Lassen Sie dieses Potenzial nicht ungenutzt. Würdigen Sie ihr Engagement. Melden Sie sich persönlich – nicht nur mit einer standardisierten Dankesnachricht. Zeigen Sie konkret, was durch ihren Einsatz möglich geworden ist. Und laden Sie sie ein, sich weiter zu engagieren.
Denn wer einmal für Sie Spenden sammelt, kann über Jahre hinweg spenden, sich engagieren und Ihre Organisation aktiv unterstützen.
Spender im mittleren Segment wirken in beide Richtungen. Sie sind hervorragende Fundraiser – und gleichzeitig bringt Peer-to-Peer-Fundraising neue von ihnen hervor.
Wenn Sie Peer-to-Peer-Fundraising nicht nur als einmaliges Kampagneninstrument sehen, entsteht etwas Größeres: eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Spendenstufen, eine Bühne für Ihre engagiertesten Unterstützer und ein Ausgangspunkt für langfristige Bindung.
Genau hier liegt das Potenzial – in der Mitte. Dort, wo Dynamik entsteht.
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