Wo gehört Peer-to-Peer-Fundraising auf Ihre Website?

Jesper Juul Jensen
CEO
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Wo Sie Peer-to-Peer-Fundraising auf Ihrer Website platzieren, ist nicht immer eindeutig. Im Folgenden stellen wir zwei Ansätze vor, die Ihnen helfen können, die passende Lösung für Ihre Organisation zu finden.

Die einfache Lösung: Peer-to-Peer-Fundraising als eine Unterstützungsoption darstellen

Der einfachste Weg ist, Peer-to-Peer-Fundraising als eine von mehreren Möglichkeiten zu präsentieren, Ihre Organisation zu unterstützen. Erstellen Sie dafür eine eigene Seite und verlinken Sie diese als Teil Ihrer bestehenden „Unterstützen“- oder „Mitmachen“-Sektion. Die Hinweise aus unserem Beitrag zur Kommunikation von Peer-to-Peer-Fundraising helfen Ihnen dabei, diese Seite zu gestalten.

Der Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass er sich gut in die bestehende Struktur Ihrer Website einfügt und schnell umgesetzt werden kann. Zudem müssen Sie bestehende Inhalte nicht anpassen – was oft hilfreich ist, wenn mehrere Personen daran beteiligt sind.

Der Nachteil: Unterstützer haben sehr unterschiedliche Motivationen, selbst aktiv zu werden. Ein einzelner Menüpunkt wie „Spenden sammeln“ oder „So können Sie uns unterstützen“ wird dieser Vielfalt kaum gerecht.

Jemand, der eine Spendenaktion im Gedenken an eine nahestehende Person starten möchte, sucht vielleicht gar nicht aktiv nach dieser Möglichkeit – sondern eher nach einer einmaligen Spende. Ebenso wird eine Person, die für einen Marathon trainiert, eher im Bereich „Events“ oder „Aktuelles“ nach passenden Informationen suchen als unter allgemeinen Unterstützungsoptionen.

Unsere Empfehlung: Peer-to-Peer-Fundraising nach Anlass integrieren

Statt Peer-to-Peer-Fundraising nur an einer Stelle zu bündeln, empfehlen wir, Ihre verschiedenen Ansätze nach Anlässen und Kontexten aufzuteilen – und dort zu platzieren, wo sie für Ihre Unterstützer am relevantesten sind.

So könnte das konkret aussehen:

  • Im Bereich Gedenkspenden: Möglichkeit anbieten, eine Spendenaktion im Gedenken zu starten
  • Im Bereich Events: Zu sportlichen Spendenaktionen motivieren – auch ohne eigene Events
  • Im Bereich Engagement/Ehrenamt: Fundraising als weitere Form des Mitmachens aufführen
  • Im Bereich Unternehmenskooperationen: Zeigen, wie Unternehmen eigene Spendenaktionen starten können
  • Bei Spenden im Namen anderer: Die Option hervorheben, zum Beispiel eine Geburtstagsaktion zu starten
  • Und zusätzlich: Eine allgemeine Seite zum Starten einer Spendenaktion sollte es weiterhin geben.

Ein gelungenes Beispiel: WaterAid Schweden

Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist WaterAid Schweden. Auf der Website gibt es gleich mehrere Einstiege, über die Unterstützer zum Fundraising finden.

  1. Die zentrale Seite „Eigene Spendenaktion starten“ – ein wichtiger und unverzichtbarer Einstiegspunkt
  2. Informationen zur Teilnahme am „Göteborgsvarvet“ mit der Möglichkeit, dabei Spenden für WaterAid zu sammeln
  3. Ein Botschafterprogramm, in dem besonders engagierte Unterstützer dazu ermutigt werden, WaterAid bekannt zu machen und selbst aktiv Spenden zu sammeln
  4. „Winnovators“, ein Programm für Unternehmenspartnerschaften, bei dem Unternehmen unter anderem eigene Spendenaktionen für WaterAid starten können

Dieses Beispiel zeigt gut, wie Peer-to-Peer-Fundraising an verschiedenen Stellen sinnvoll eingebunden werden kann – je nach Motivation und Kontext der Unterstützer.

screenshot from Wateraid homepage

(Screenshots von wateraid.se vom 13. Februar 2020)

Besonders wichtig, wenn Peer-to-Peer-Fundraising noch neu ist

Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll in Regionen, in denen Peer-to-Peer-Fundraising noch relativ neu ist. In solchen Fällen ist das Konzept oft noch nicht bekannt oder fest verankert. Menschen suchen in der Regel nicht aktiv nach etwas, das sie nicht kennen.

Wenn Sie Peer-to-Peer-Fundraising nur auf einer einzelnen Seite Ihrer Website darstellen, entgeht Ihnen daher ein Teil des Potenzials an neuen Fundraisern.

Der Nachteil dieses Ansatzes liegt im höheren Aufwand. Die Umsetzung erfordert Abstimmung zwischen verschiedenen Teams und eine sorgfältige Integration in bestehende Inhalte. Dennoch sind wir überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohnt.

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