Arten von Charity-Sportevents

Jesper Juul Jensen
CEO
8
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Die Welt des Sports ist vielfältig, und es gibt zahlreiche Eventformate, die sich für Fundraising nutzen lassen. In diesem Beitrag stellen wir die gängigsten Arten von Charity-Sportevents vor. Außerdem zeigen wir Beispiele aus jeder Kategorie, damit du ein besseres Gefühl dafür bekommst, wie sie in der Praxis funktionieren.

Beispiele für Charity-Sportevents

Wenn du ein Charity-Sportevent planst, hast du verschiedene Sportarten und Formate zur Auswahl. Dieser Leitfaden hilft dir dabei, herauszufinden, welches am besten zu deinen Unterstützern passt. Dabei spielen sowohl deine Risikobereitschaft als auch die Frage, wie gut sich das Event mit deinem Zweck verbinden lässt, eine wichtige Rolle.

In diesem Beitrag ordnen wir die Events danach, wie sie im Fundraising funktionieren.

Ausdauersportevents wie Laufen, Radfahren, Triathlon, Schwimmen oder Wandern gehören ohne Zweifel zu den am häufigsten genutzten Formaten im Fundraising. Sie lassen sich als Events mit vielen Teilnehmenden, als Challenge, virtuell oder in Zusammenarbeit mit bestehenden Drittanbieter-Events umsetzen.

Auch Golf-Events sind ein klassisches Format im Fundraising. Teamsportarten wie Fußball, Basketball oder Volleyball werden ebenfalls häufig genutzt. Hier ist das Eventformat meist ein Turnier.

Allen diesen Formaten ist gemeinsam, dass Peer-to-Peer-Fundraising in der Regel den größten Teil der Einnahmen ausmacht. Wie genau es umgesetzt wird und welche Faktoren die Einnahmen treiben, unterscheidet sich jedoch je nach Eventtyp.

Drittanbieter-Events

Drittanbieter-Events sind bestehende Veranstaltungen, die zum Beispiel von Sportvereinen oder professionellen Eventveranstaltern organisiert werden. Fundraising steht dabei nicht im Mittelpunkt. Stattdessen nutzt du das Event als Plattform und versuchst, das Beste daraus zu machen.

Der Vorteil: Du musst das Event nicht selbst organisieren und trägst auch keine Kosten für die Durchführung.

Der Nachteil: Du hast wenig Einfluss auf das Event und bist stark vom Veranstalter abhängig. Das volle Potenzial von Fundraising im Sport lässt sich hier in der Regel nicht ausschöpfen, da der Veranstalter neben Fundraising noch andere Ziele verfolgt.

Eine typische Form der Zusammenarbeit ist, dass dir eine bestimmte Anzahl an Startplätzen zur Verfügung gestellt wird – entweder kostenlos oder gegen Bezahlung. Diese kannst du dann an deine Unterstützer weitergeben, im Gegenzug für ihr Fundraising.

Das funktioniert besonders gut bei Events, die schnell ausverkauft sind.

Bei anderen Events erhältst du einen Anteil am Ticketpreis. Das sorgt für planbarere Einnahmen, hat aber deutlich weniger Potenzial als Modelle, bei denen Teilnehmende selbst Spenden sammeln.

Beispiele:

Göteborgsvarvet, IRONMAN und der London Marathon

Challenge-Events

Challenge-Events gehören zu den häufigsten Formaten im Bereich Charity-Sportevents. Sie können in unterschiedlichen Bereichen stattfinden, drehen sich aber meist um Laufen, Wandern, Klettern oder Radfahren.

Diese Events haben zwei zentrale Merkmale: Sie haben vergleichsweise wenige Teilnehmende und sie sind anspruchsvoll. Anspruchsvoll bedeutet, dass sie für die meisten Menschen eine echte Herausforderung darstellen. Wir haben Events mit nur 50 Teilnehmenden gesehen, aber auch Formate mit bis zu 500.

Da es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Schwierigkeitsgrad und der durchschnittlichen Spendensumme pro Person gibt, lohnt es sich, solche Events auch mit einer kleineren Teilnehmerzahl durchzuführen.

Gleichzeitig gilt: Je anspruchsvoller das Event, desto kleiner die potenzielle Zielgruppe. Es geht also darum, die richtige Balance zu finden. Durch ihre kleinere Größenordnung sind Challenge-Events auch für kleinere Organisationen gut umsetzbar.

Wenn sie gut konzipiert sind, bieten diese Events ein einzigartiges Erlebnis, das sich klar von anderen Formaten abhebt. Dadurch kannst du entweder höhere Teilnahmegebühren ansetzen oder Mindestziele für das Fundraising festlegen.

Viele Teilnehmende bleiben langfristig eng mit deiner Organisation verbunden und werden zu echten Botschaftern. Eine solche Herausforderung zu meistern, ist oft ein prägendes Erlebnis, das Monate oder sogar Jahre Vorbereitung erfordert. Wenn deine Organisation Teil davon ist, entsteht eine besonders starke und langfristige Bindung.

Beispiele:

MS Bike, Team BUS, The Ride, Trailwalker, TeamWalk

Mass-Participation-Events

Mass-Participation-Events finden häufig im Bereich Laufen, Radfahren oder Walking statt und reichen von entspannten bis hin zu wettkampforientierten Formaten. Die meisten dieser Events, die von Organisationen durchgeführt werden, sind bewusst niedrigschwellig und eher locker gestaltet – zum Beispiel Fun Runs oder 5-km-Läufe. Der Fokus liegt auf Gemeinschaft und Spaß, während der Wettbewerbsaspekt im Hintergrund steht.

Typische Beispiele sind Frauenläufe, Staffelläufe, Mud Runs, Hindernisläufe oder Santa Runs. Die Fixkosten sind oft hoch, weshalb eine größere Teilnehmerzahl (meist 1.000 oder mehr) notwendig ist, damit sich das Event trägt.

Events, bei denen eine starke Verbindung zwischen dem Zweck und dem Event besteht, erzielen in der Regel auch bessere Ergebnisse im Peer-to-Peer-Fundraising. Ein gutes Beispiel sind Spendenläufe oder -märsche mit Bezug zu bestimmten Krankheitsbildern, bei denen viele Teilnehmende eine persönliche Verbindung zum Thema haben.

Mass-Participation-Events erfordern hohe Investitionen, bringen im ersten Jahr oft noch keinen positiven Ertrag und sind daher in der Regel für kleinere Organisationen schwer umzusetzen.

Beispiele: Stafet for livet, Darkness into Light, Neuropromonaden

Wenn die Teilnehmenden hauptsächlich Unterstützer sind und keine direkte persönliche Verbindung zum Zweck haben, stammt der Großteil der Einnahmen meist aus Teilnahmegebühren, Merchandise oder dem Verkauf von Speisen und Getränken.

Da der Fokus stärker auf dem Erlebnis liegt und die Verbindung zum Zweck schwächer ist, ist auch die Bereitschaft, aktiv Spenden zu sammeln, in der Regel geringer. Wenn Unternehmen mit Teams teilnehmen, kann das den Peer-to-Peer-Fundraising-Anteil etwas stärken.

Beispiel: Fri for Mobberi Børnestafetten

Virtuelle Sportevents

Ein virtuelles Sportevent ist ein Fundraising-Event, das vollständig online stattfindet. Einzelpersonen oder Teams sammeln Spenden, indem sie bestimmte Herausforderungen absolvieren – zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Kilometern laufen, eine Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen oder andere sportliche Aktivitäten umsetzen.

Diese Events sind besonders zugänglich, da Teilnehmende von überall aus mitmachen können, ohne zu reisen. Sie können selbst entscheiden, wann sie aktiv werden, und die Events lassen sich sehr einfach skalieren. Gleichzeitig sind die Kosten deutlich geringer als bei physischen Formaten.

Wenn du also nach einer Alternative zu klassischen Sportevents suchst, aber nur begrenzte Zeit oder ein kleines Budget hast, können virtuelle Events ein guter Einstieg sein.

Wir haben außerdem einen Leitfaden zu virtuellen Events erstellt, den du herunterladen kannst, um tiefer in das Thema einzusteigen.

Beispiele: MS Everest, Hjärnsteget, Skridt for skridt

Fußball- und andere Turniere

Das Turnierformat ist besonders beliebt bei Teamsportarten wie Fußball, Basketball oder Handball. Eine Herausforderung besteht darin, dass die Teilnehmenden ihre Teams selbst organisieren müssen. Dadurch eignen sich solche Events besonders gut für Kooperationen mit Unternehmen, bei denen jede Firma ein oder mehrere Teams stellt.

Da Teamsportarten von Natur aus wettbewerbsorientiert sind, lässt sich Fundraising gut integrieren. Auch wenn ein Team sportlich nicht erfolgreich ist, kann es im Fundraising vorne liegen.

Der einfachste Weg, Fundraising in ein Turnier zu integrieren, ist, jedes Team dazu zu verpflichten, eine eigene Spendenaktion zu starten. Ranglisten helfen dabei, das Fundraising genauso sichtbar zu machen wie den sportlichen Wettbewerb. Es sollte also nicht nur ein Sieger auf dem Spielfeld ausgezeichnet werden, sondern auch im Fundraising.

Fußballturniere können aufwendig und kostenintensiv sein. Daher kann es sinnvoll sein, mit professionellen Eventveranstaltern zusammenzuarbeiten.

Beispiele: Nødbold, Ombold

Golf Charity Events

Golf ist eine äußerst beliebte Sportart und längst breit zugänglich. Golf-Events lassen sich auf verschiedene Weise für Fundraising nutzen. Tagesveranstaltungen basieren häufig auf hohen Teilnahmegebühren. Diese werden von den Teilnehmenden akzeptiert, da sie dabei die Möglichkeit haben, gemeinsam mit Prominenten oder Profi-Golfern zu spielen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten.

Solche Events haben oft einen starken sozialen Charakter und enden mit einem gemeinsamen Dinner sowie einer Auktion. Als Fundraising-Format ähneln sie daher eher Gala-Abenden und Auktionen als klassischen Laufevents. Gleichzeitig ist der Aufwand hoch, insbesondere wenn es darum geht, prominente Unterstützer und Botschafter für die Teilnahme zu gewinnen.

Eine weitere Möglichkeit sind Golfturniere. Ähnlich wie bei Fußball- oder anderen Teamturnieren steht hier sowohl der sportliche Wettbewerb als auch das Fundraising im Mittelpunkt. Die Turniere können von lokalen Golfclubs organisiert werden und führen häufig zu einem Finale. Der Fokus liegt dabei darauf, ein attraktives Format zu entwickeln, das sowohl Clubs als auch Einzelpersonen anspricht. Dazu gehört oft auch, frühzeitig Sponsoren und Preise zu sichern.

Das klassische eintägige Event mit Prominenten, Gala-Dinner und Auktion eignet sich weniger für Peer-to-Peer-Fundraising. Turnierformate hingegen lassen sich sehr gut damit verbinden.

Beispiele: Barngolfen, Stjernegolf und Pink Cup

Wie du den passenden Eventtyp für deine Organisation findest

Es gibt keinen Eventtyp, der für alle Organisationen gleichermaßen funktioniert. Deine Unterstützer sind unterschiedlich – genauso wie ihre Interessen. Deshalb solltest du ein Format wählen, das zu ihnen passt. Diese Fragen helfen dir bei der Entscheidung:

  • Passt dieses Event zu deinen Unterstützern? Wenn nicht, brauchst du einen klaren Plan, wie du Teilnehmende außerhalb deiner bestehenden Community gewinnst.
  • Passt das Event zu euren Werten und eurem Zweck? Wenn nicht, stellt sich die Frage, warum ihr dieses Format überhaupt umsetzen solltet.
  • Welche Kosten entstehen? Ist das Event finanziell für euch realistisch? Wann braucht ihr einen Return auf eure Investition? Könnt ihr im ersten Jahr Verluste in Kauf nehmen, um in den Folgejahren (z. B. Jahr 2, 3 und 4) stärker zu profitieren?

Wenn möglich, teste verschiedene Ansätze vorab. Führe Umfragen durch oder teste unterschiedliche Landingpages mit einem Teil deiner Unterstützer. So findest du heraus, welche Eventformate am besten ankommen, bevor du dich voll auf ein Konzept festlegst.

Fazit

Der passende Eventtyp hängt von mehreren Faktoren ab: deinen Zielen, den Interessen deiner Unterstützer, der Größe deiner Organisation und dem, was du erreichen möchtest.

Wenn du mit begrenzten Mitteln arbeitest, sind Eventformate mit niedrigen Kosten oft sinnvoll – zum Beispiel virtuelle Events oder kleinere Challenge-Events. Wenn du größere Ressourcen hast, stehen dir deutlich mehr Möglichkeiten offen: von kleineren Ausdauer-Events bis hin zu Golfturnieren oder großen Laufveranstaltungen.

Brauchst du Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Eventtyps? Dann buche gern eine Demo bei BetterNow. Wir beschäftigen uns intensiv mit Peer-to-Peer-Fundraising und unterstützen dich dabei, das passende Setup für dein nächstes Sportevent zu entwickeln.

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