Non-fungible donation tokens

Jesper Juul Jensen
CEO
8
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Let’s explore the fundraising frontier and imagine how we in the nWerfen wir einen Blick in die Zukunft des Fundraisings und darauf, wie Non-Fungible Tokens (NFTs) künftig im gemeinnützigen Bereich eingesetzt werden könnten.

Dieser Beitrag skizziert unsere Überlegungen dazu, wie NFTs im Fundraising – insbesondere im Crowdfunding für Organisationen – genutzt werden könnten. Doch zunächst die Grundlagen.

Was ist ein Non-Fungible Token?

Ein Non-Fungible Token? Vielleicht sind Sie diesem Begriff in letzter Zeit online begegnet – oft abgekürzt als „NFT“. Falls ja, dann vermutlich im Zusammenhang mit dem Verkauf eines digitalen Kunstwerks des Künstlers Beeple (Mike Winkelmann), das über das Auktionshaus Christie’s für 69 Millionen US-Dollar versteigert wurde. Ja, 69 Millionen – damit zählt Mike Winkelmann zu den wertvollsten lebenden Künstlern weltweit.

Kurz gesagt ermöglichen NFTs den Kauf und Verkauf von Eigentum an einzigartigen digitalen Objekten. Gleichzeitig lässt sich mithilfe der Blockchain genau nachvollziehen, wem dieses Objekt gehört.

Ein Non-Fungible Token ist also die Repräsentation einer einzigartigen digitalen Datei auf einer Blockchain. „Non-fungible“ steht für die Einzigartigkeit, während sich „Token“ auf die Blockchain bezieht. Doch was genau ist eine Blockchain?

Eine Blockchain ist vereinfacht gesagt ein digitales Register. Sie besteht aus einer wachsenden Liste von Datenblöcken, die kryptografisch miteinander verknüpft sind. Die Struktur sorgt dafür, dass einmal gespeicherte Daten nicht verändert werden können, ohne alle nachfolgenden Blöcke ebenfalls zu verändern. Dadurch eignet sich die Blockchain besonders gut, um Eigentumsverhältnisse transparent und sicher zu dokumentieren.

Theoretisch lässt sich das Eigentum an allem über eine Blockchain abbilden. Ihre größte Stärke liegt jedoch in der Verwaltung digitaler Güter. Obwohl NFTs das Prinzip der Blockchain mit Kryptowährungen wie Bitcoin teilen, gibt es einen entscheidenden Unterschied: Jeder NFT steht für ein einzigartiges digitales Objekt und ist nicht austauschbar.

Zusammengefasst: Ein Non-Fungible Token ist die digitale Repräsentation eines einzigartigen Objekts auf einem offenen, transparenten und kryptografisch gesicherten System.

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie online zahlreiche weiterführende Ressourcen zu NFTs.

Die vielen Facetten eines NFTs

Ein NFT kann weit mehr als nur Eigentum abbilden. Tokens lassen sich programmieren und mit zusätzlichen Funktionen versehen. So kann ein Künstler zum Beispiel bei jedem Weiterverkauf automatisch beteiligt werden und dadurch wiederkehrende Einnahmen erzielen. Ebenso könnten Gebühren anfallen, wenn ein Werk gezeigt (bei Bildern) oder abgespielt wird (bei Musik). Auch Einschränkungen sind möglich – etwa, ob ein NFT überhaupt weiterverkauft werden darf.

Eine hilfreiche Perspektive ist, NFTs als eine Art Standard zu verstehen: Sie schaffen eine einheitliche Möglichkeit, Eigentum an digitalen Gütern zu definieren. Dadurch werden digitale Assets besser miteinander kompatibel und handelbar.

Blockchains sind zudem offen zugänglich. Es handelt sich nicht um geschlossene Systeme – jede Transaktion ist einsehbar, und andere können auf diesen Daten aufbauen. Das eröffnet neue Möglichkeiten, etwa für Anwendungen, die Kunstwerke anzeigen, Musik abspielen oder auf andere Weise mit den Daten aus der Blockchain arbeiten.

Durch die programmierbare Natur von NFTs sind die Einsatzmöglichkeiten nahezu unbegrenzt. Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, einen NFT in kleinere, handelbare Anteile aufzuteilen.

Ein vereinfachter Vergleich: Ein Unternehmen ist einzigartig (nicht austauschbar), aber seine Aktien sind es nicht – sie sind untereinander austauschbar und repräsentieren jeweils einen Anteil am Unternehmen.

Ähnlich verhält es sich bei NFTs: Ein digitales Kunstwerk ist einzigartig, aber Anteile daran können aufgeteilt und gehandelt werden.

Warum Menschen NFTs kaufen

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum jemand ein digitales Objekt besitzen möchte, das sich doch so leicht kopieren lässt. Warum sollte man 1/100 eines Bildes kaufen, wenn man einfach einen Screenshot machen kann?

Die kurze Antwort: aus denselben Gründen, aus denen Menschen ein Originalgemälde kaufen, obwohl es im Museumsshop Poster gibt.

Menschen kaufen NFTs, weil sie:

  • Kunst sammeln möchten
  • den Künstler unterstützen wollen
  • ihren Status zeigen möchten
  • etwas besitzen wollen, das Teil ihrer Identität ist
  • eine Investition sehen
  • einem digitalen Objekt einen echten Wert zuschreiben

Wenn NFTs im Zusammenhang mit Spenden stehen, kommen weitere Motivationen hinzu:

  • soziale Signale setzen („Virtue Signalling“)
  • das gute Gefühl des Gebens („Warm-Glow-Effekt“)
  • Altruismus

Ein wesentlicher Unterschied ist die Zugänglichkeit: NFTs können in viele kleine Anteile aufgeteilt werden. Dadurch wird es möglich, dass auch Menschen mit kleineren Budgets Anteile an digitalen Gütern besitzen – etwa an einem bekannten Meme oder einem erfolgreichen Song, den sie früh entdeckt haben.

So entsteht eine stärkere Verbindung zwischen Künstlern und ihren Unterstützern. Wer Anteile hält, hat ein eigenes Interesse daran, den Erfolg eines Künstlers zu fördern – und wird eher bereit sein, ihn aktiv zu unterstützen.

Non-fungible donation tokens

Haben wir gerade einen neuen Begriff geprägt? Hoffentlich. Non-fungible Donation Tokens (NFDTs) sind NFTs, die von Organisationen herausgegeben werden und bei denen sowohl die Einnahmen aus dem Verkauf als auch mögliche zukünftige Provisionen an die Organisation fließen.

Das digitale Objekt kann entweder von einem Künstler gespendet oder von der Organisation selbst erstellt werden. Denkbar sind zum Beispiel Fotos, Musik, Grafiken oder sogar das Logo der Organisation.

Der Kauf eines solchen Tokens ist nicht ganz dasselbe wie eine klassische Spende, da man einen Gegenwert erhält – nämlich das Eigentum an einem digitalen Objekt (und steuerlich wird es daher in vielen Fällen nicht als Spende gelten).

Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Verkauf von z. B. Kunstdrucken liegt darin, dass bei NFTs Provisionen auf Weiterverkäufe festgelegt werden können. Dadurch entsteht ein wiederkehrender Einnahmestrom – aus einem einmaligen Verkauf wird langfristig ein kontinuierlicher Beitrag.

Auch NFTs selbst können von der Verbindung mit Organisationen profitieren. Ihr Wert hängt stark von Glaubwürdigkeit und Bedeutung ab – und genau diese kann durch die Verbindung mit gemeinnützigen Zwecken gestärkt werden.

Diese Idee wurde unter anderem von Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, aufgegriffen. Er sieht NFTs als vielversprechendes Instrument zur Finanzierung öffentlicher Güter – ähnlich wie es Crowdfunding heute bereits ermöglicht.

Mögliche Anwendungsfälle für Non-fungible Donation Tokens

Im Folgenden zeigen wir einige Szenarien, wie NFDTs im Fundraising eingesetzt werden könnten:

  • Künstler stellt ein digitales Werk zur Verfügung. Statt es klassisch zu versteigern, verkauft die Organisation Anteile daran – ähnlich wie bei einer Crowdfunding-Kampagne. Das Werk existiert bereits, aber das Modell erlaubt eine breite Beteiligung.
  • Kampagnenfinanzierung durch Beteiligung. Eine Organisation finanziert eine neue Initiative, indem sie Anteile daran verkauft. Unterstützer erleben unmittelbar, dass sie Teil des Projekts sind – etwa als „1/100“ eines Vorhabens.
  • Eigene digitale Inhalte monetarisieren. Die Organisation erstellt selbst digitale Inhalte (z. B. Fotos) und verkauft diese als NFTs. Käufer sehen dies sowohl als Unterstützung als auch als potenzielle Wertanlage. Bei Weiterverkäufen fließt ein Anteil zurück an die Organisation.
  • Community-Aufbau über geteiltes Eigentum. Neue Organisationen könnten z. B. Anteile an ihrem Logo ausgeben. Die ersten Unterstützer werden so zu langfristigen Botschaftern – mit der Möglichkeit, ihre Anteile später weiterzugeben. Durch die programmierbare Struktur können dabei bestimmte Bedingungen festgelegt werden.

Besonders spannend ist die Kombination aus Crowdfunding und NFTs. Sie könnte neue Wege eröffnen, Unterstützer einzubinden und Fundraising langfristig neu zu denken.

Sind NFTs bereit für den Einsatz im Fundraising?

Die kurze Antwort: Ja und nein. Einige Organisationen werden früh einsteigen, andere abwarten, bis sich das Modell bewährt hat. Das ist wenig überraschend. Interessanter ist die Prognose: In fünf Jahren könnten NFTs ein fester Bestandteil im Fundraising vieler Organisationen sein.

Aktuell gibt es jedoch noch offene Fragen – vor allem rechtlicher Natur. Themen wie internationale Urheberrechte oder die Regulierung von aufgeteilten Eigentumsanteilen sind noch nicht abschließend geklärt. Eine breite Nutzung wird erst dann möglich sein, wenn hier mehr Klarheit besteht.

Bis dahin empfiehlt sich für viele Organisationen ein vorsichtiger Ansatz: Statt selbst NFTs herauszugeben, könnten sie mit Partnern zusammenarbeiten und Einnahmen aus Verkäufen als Spenden erhalten. Gleichzeitig gilt: Organisationen mit entsprechender Expertise oder Risikobereitschaft haben schon heute die Chance, neue Wege zu testen.

Ein Beispiel dafür gibt es bereits: Jack Dorsey versteigerte seinen ersten Tweet als NFT und spendete die Erlöse von 2,9 Millionen US-Dollar an den GiveDirectly Africa Response Fund.

NFTs bieten großes Potenzial – für Organisationen, für Kreative und für die Finanzierung öffentlicher Güter insgesamt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie schnell sich dieses Potenzial entfaltet.

Und was bedeutet das für BetterNow?

Konkrete Pläne gibt es aktuell nicht. Wir beobachten die Entwicklung jedoch genau und prüfen, wie wir NFTs künftig – insbesondere im Zusammenspiel mit unserer Crowdfunding-Lösung – sinnvoll unterstützen können, möglicherweise auch in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem NFT-Bereich.

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