Teams passen zu manchen Peer-to-Peer-Kampagnen hervorragend, in anderen erzeugen sie nur Reibung. Ein Leitfaden: wann Teams sich lohnen, wann nicht und wie du sie richtig aufsetzt.


Wo Sie Peer-to-Peer-Fundraising auf Ihrer Website platzieren, ist nicht immer eindeutig. Im Folgenden stellen wir zwei Ansätze vor, die Ihnen helfen können, die passende Lösung für Ihre Organisation zu finden.
Der einfachste Weg ist, Peer-to-Peer-Fundraising als eine von mehreren Möglichkeiten zu präsentieren, Ihre Organisation zu unterstützen. Erstellen Sie dafür eine eigene Seite und verlinken Sie diese als Teil Ihrer bestehenden „Unterstützen“- oder „Mitmachen“-Sektion. Die Hinweise aus unserem Beitrag zur Kommunikation von Peer-to-Peer-Fundraising helfen Ihnen dabei, diese Seite zu gestalten.
Der Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass er sich gut in die bestehende Struktur Ihrer Website einfügt und schnell umgesetzt werden kann. Zudem müssen Sie bestehende Inhalte nicht anpassen – was oft hilfreich ist, wenn mehrere Personen daran beteiligt sind.
Der Nachteil: Unterstützer haben sehr unterschiedliche Motivationen, selbst aktiv zu werden. Ein einzelner Menüpunkt wie „Spenden sammeln“ oder „So können Sie uns unterstützen“ wird dieser Vielfalt kaum gerecht.
Jemand, der eine Spendenaktion im Gedenken an eine nahestehende Person starten möchte, sucht vielleicht gar nicht aktiv nach dieser Möglichkeit – sondern eher nach einer einmaligen Spende. Ebenso wird eine Person, die für einen Marathon trainiert, eher im Bereich „Events“ oder „Aktuelles“ nach passenden Informationen suchen als unter allgemeinen Unterstützungsoptionen.
Statt Peer-to-Peer-Fundraising nur an einer Stelle zu bündeln, empfehlen wir, Ihre verschiedenen Ansätze nach Anlässen und Kontexten aufzuteilen – und dort zu platzieren, wo sie für Ihre Unterstützer am relevantesten sind.
So könnte das konkret aussehen:
Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist WaterAid Schweden. Auf der Website gibt es gleich mehrere Einstiege, über die Unterstützer zum Fundraising finden.
Dieses Beispiel zeigt gut, wie Peer-to-Peer-Fundraising an verschiedenen Stellen sinnvoll eingebunden werden kann – je nach Motivation und Kontext der Unterstützer.

(Screenshots von wateraid.se vom 13. Februar 2020)
Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll in Regionen, in denen Peer-to-Peer-Fundraising noch relativ neu ist. In solchen Fällen ist das Konzept oft noch nicht bekannt oder fest verankert. Menschen suchen in der Regel nicht aktiv nach etwas, das sie nicht kennen.
Wenn Sie Peer-to-Peer-Fundraising nur auf einer einzelnen Seite Ihrer Website darstellen, entgeht Ihnen daher ein Teil des Potenzials an neuen Fundraisern.
Der Nachteil dieses Ansatzes liegt im höheren Aufwand. Die Umsetzung erfordert Abstimmung zwischen verschiedenen Teams und eine sorgfältige Integration in bestehende Inhalte. Dennoch sind wir überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohnt.